In Berlin geboren, wuchs ich in einem kleinen 600 Seelendorf in Schleswig-Holstein auf. Für mich als Kind war das wunderbar, wenn ich im Sommer barfuß über Wiesen und durch Wälder rennen konnte. Als wir wieder in die Großstadt zurückzogen, ist es mir sehr schwer gefallen. Ich habe die Natur vermisst, und das, obwohl Berlin die grünste Stadt Europas genannt wird.

Aber mir fehlte auch die Weite und damals gab es auch noch die Berliner Mauer, so dass wir immer erst durch die „Zone“ mussten, wenn wir "raus" wollten. Ich glaube, dass damit der Grundstein für meine Reiselust und meine Aversion gegen willkürliche Begrenzungen jedweder Art gelegt wurde.

Mein Beruf begünstigte dann noch, dass ich häufig unterwegs war und mit sehr vielen verschiedenen Menschen vieler Nationen mich austauschen konnte. Und bei all den Konflikten und Ängsten durch die sich unsere Zeit momentan charakterisiert, und die es so schwer machen, über den eigenen Teller hinaus zu sehen, beseelt uns doch alle das gleiche:

Letzten Endes suchen wir alle nach dem Glück der Liebe im Leben, gleich welcher Religion oder welcher Kultur wir angehören. Die Schönheit in der Manifestation der Vielfalt, dass Anderssein eines jeden Menschen im Gleichsein. Die Trennung, die wir zu sehen meinen und die sicher auch geschürt werden kann von einem fehlgeleiteten Ego, löst sich ins Nichts auf, steht man nur dem anderen einfachen Menschen vis á vis.

Ich habe das schon mehrfach erlebt. Manchmal braucht es auch Zeit. Wir alle haben unsere Schutzschichten und Schalen, mit denen wir das, was in uns allen lebt und liebt, umhüllen.

Wenige sind in der Lage durch sie durchzusehen; manche Menschen könnten das vermutlich noch nicht einmal ertragen, obwohl auch sie nur eines wollen: geliebt werden.

Doch ab und zu ist es jedem schon einmal gelungen, das Wesen des anderen zu erfahren, zu berühren; und diese Augenblicke zu erweitern, immer länger erfahrbar zu machen, dass ist eine wunderbare Aufgabe, im wahrsten Sinne des Wortes.

Tu das was Du tust in Liebe, dann ist es gut.